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ausgegrenzt - abgeholt - vernichtet


Die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Berlin zwischen 1941 und 1945

Sie lebten in der Mitte der Gesellschaft, waren Nachbar:innen, Kolleg:innen, Freund:innen – zuweilen auch Vorbilder. Viele von ihnen waren seit Generationen in Berlin ansässig oder zogen vor allem nach der Reichs­gründung 1871 aus nah und fern in die Hauptstadt. Nicht wenige prägten vor allem während der Weimarer Republik Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft maßgeblich. 1933 begann das nationalsozialistische Regime mit der Ausgrenzung, Entrechtung, Verfolgung und Vertreibung der jüdischen Bevölkerung. Diejenigen, die Deutschland nicht rechtzeitig verlassen konnten oder wollten, wurden schließlich deportiert. Die meisten der über 50 000 Berliner Juden und Jüdinnen, die zwischen 1941 und 1945 »vor aller Augen« in den von Deutschland besetzten »Osten« verschleppt wurden, überlebten nicht. Der erste Deportationszug verließ das »Gleis 17« des Bahnhofs Grunewald am 18. Oktober 1941. Aus Anlass dieses 80. Jahrestages widmete sich ein studentisches Team im Rahmen einer zweisemestrigen Lehrveranstaltung an der Universität Potsdam (Wintersemes­ter 2020/2021 und Sommersemester 2021) dieser Geschichte. Die hier zur Verfügung gestellten Informationen, die insbesondere im Schulunterricht eingesetzt werden soll, geben Ihnen einen historischen Einblick. Schlaglichtartig werden die Ereignisse, Akteure, Deportationsorte und vor allem das Schicksal der Deportierten, beispielhaft anhand von neun Biografien, dargestellt.

Dr. Elke­-Vera Kotowski
Projektleiterin an der Universität Potsdam und
Chefkuratorin der Moses Mendelssohn Stiftung



Sehen Sie hier einen Beitrag der Deutschen Welle zur Geschichte und dem Gedenken am »Gleis 17«.